Auf jeder Fairtrade akkreditierten Farm entscheidet ein 'Joint Body', bestehend aus direkt gewählten Mitgliedern der Arbeiterschaft sowie Delegierten der Gewerkschaften und der Farmleitung, über die Verwendung ihrer Fairtrade-Prämien. Die Benutzung dieser Gelder ist sehr unterschiedlich; mit einigen Projekten werden direkte Bedürfnisse der Arbeiter angesprochen während andere die örtliche Gemeinschaft unterstützen. Hier sind nur einige von vielen Beispielen, bei denen Fairtrade einen Unterschied macht.
Finmax, der Joint Body bei Finlay Flowers in Kericho/Kenya, entwickelt und implementiert ständig neue Projekte. Nachdem das Bedürfnis für ein Kindertageszentrum erkannt wurde, begann Ende 2005 die Planung für eine neue Krippe.
Die Einrichtung stellt Müttern in beiden Produktionsstätten bei Finlays Pflegeplätze zur Verfügung. Die Krippe ist von 6 Uhr Morgens bis 5 Uhr nachmittags geöffnet und nimmt Kinder bis zum Alter von vier Jahren auf. Qualifizierte Lehrer und Pfleger kümmern sich um die Kinder, denen hier auch Gesundheitliche Pflege und nahrhafte Mahlzeiten zuteil werden.
Das Kericho District Hospital und James Finlay Kenya's eigenes Zentralhospital Chomogonday behandeln Patienten aus drei Distrikten der Umgebung und führen dabei auch chirurgische Eingriffe aus. In der Vergangenheit kam es dabei wegen des Ausfalls oder der Fehlfunktion der alten Maschinen gelegentlich zu kritischen Situationen. Viele der Maschinen waren veraltet und konnten nicht mehr repariert werden. Die beiden Krankenhäuser wandten sich daraufhin an Finmax, mit einem Vorschlag zur Hilfe bei der Beschaffung neuer und effizienterer Ausrüstung. Finmax akzeptierte den Vorschlag und schaffte zwei neue Anästhesiemaschinen für die beiden Krankenhäuser an.
Die Panda Self Help Group wurde im Januar 2003 als Joint Body von Panda Flowers bei Naivasha/Kenya gegründet. Das Impfprojekt beinhaltete die Immunisierung aller Beschäftigten gegen in der Gegend verbreitete Krankheiten. PSHG führte eine Impfung gegen Typhus und Hepatitis B durch. Seit dem Start des Projektes ist die Anzahl der mit Typhus infizierten Beschäftigten fast auf Null gesunken.
Dieses Projekt ist auf einem Stück Land angesiedelt, das der Panda Self Help Group von Panda Flowers gespendet wurde. Der Zweck des Gebäudes war die Unterbringung der JB Büros und der Posho Mühle. Diese Mühle ist ein Projekt das einerseits den Arbeitern zusätzliches Einkommen bringt, andererseits aber die Arbeiter wie auch die umliegenden Gemeinden mit Maismehl versorgt. Maismehl wird benutzt um 'Ugali' zu kochen, eine Speise die in den meisten Gemeinden Kenyas auf jeden Tisch gehört. Das Gebäude bietet auch Unterrichtsräumen Platz und ist, zusammen mit dem gespendeten Land, nun Eigentum der Panda Self Help Group.